MAUTNER MARKHOF NAHRUNGS- UND GENUSSMITTEL BETEILIGUNGSAKTIENGESELLSCHAFT

MAUTNER MARKHOF NAHRUNGS- UND GENUSSMITTEL BETEILIGUNGSAKTIENGESELLSCHAFT

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Name change date

Company Overview
The company is a privately held company engaged in the management activities of holding companies. The registered head office of the company is located in Wien, Austria.
The company exercises financial control over its subsidiaries, settles their general policy and appoints their top management, as well as provides central services. It also operates as an establishment that administers, manages, and oversees other establishments of the company or enterprise. Lastly, the company is active in the operation of bank holding companies and management investment offices.
Business Summary
Mautner Markhof Nahrungs- und Genussmittel Beteiligungsaktiengesellschaft is a Holding Company for a Group acting mainly in the food and drink industry.
Description and history
Mautner Markhof Ag, whose origin can be traced back to 1841, is one of the largest enterprises of the Austrian food and beverage industry. Mautner Markhof Nahrungs- und Genussmittel-beteili gungs AG is the holding company responsible for the administration of the enterprises of the Mautner Markhof Group. These include : 1) Vereinigte Hefefabriken Mautner Markhof & Wolfrum Gmbh, which produces yeast, alcohol, baking and confectionery products; 2) Th.u.G. Mautner Markhof Ag, which manufactures vinegar, horseradish, salad dressings, fruit syrups, soft drinks and spirits; Other companies belonging to the group are : Mautner Markhof Ferm Beratungs-Ges. m.b.h. and Anton Mickstoffer G.m.b.h.


Description in German
Das erste noch existierende Dokument datiert aus dem Jahr 1690. Es handelt sich um ein Brennrecht fuer Weinbrand und die Genehmigung, Bier zu brauen. Die nachfolgenden 150 Jahre betreibt die Familie Mautner dieses Gewerbe in Smirice, einem kleinen Ort in Boehmen. Erst im Jahre 1840 kam Adolf Ignaz Mautner, ein gelernter Bierbrauer, von Boehmen nach Wien und pachtete dort die bis dahin wenig erfolgreiche Brauerei St. Marx. Ein Zweig der Brauerei, naemlich die Hefeerzeugung, wurde von Ignaz Adolf Mautner gepflegt, denn Hefe war fuer ihn ‘ein Stoff der Zukunft’.
Dann kam allerdings eine ernstzunehmende Gefaehrdung des gesamten Backergewerbes: Infolge der Umstellung bei der Biererzeugung von ober- auf untergariges Bier fiel des Nebenprodukt ‘Hefe’ mengenmassig kaum noch an und war ueberdies von einer Qualitaet, die fuer Baecker fast unbrauchbar war. Ein Segen fuer die Brauer war also eine Katastrophe fuer die Backer! Hefe war ein Grundprodukt des beliebten Wiener Weissbrotes, und so schrieb die Wiener Backerinnung einen Preis fuer die Entwicklung von hochwertiger, industriell herstellbarer ‘Kunsthefe’ aus. Das war 1844 und sechs Jahre spaeter, nach vielen Versuchen und teilweise grossen Rueckschlaegen war es soweit. Adolf Ignaz Mautner konnte gemeinsam mit Julius Reinighaus eine industriell herstellbare und hochwertige Presshefe (Backhefe) praesentieren, die nicht nur mit dem besagten Preis der Wiener Backerinnung ausgezeichnet wird, sondern auch mit der grossen goldenen Vereinsmedaille des niederoesterreichischen Gewerbevereines. Damals eine sehr geschaetzte Auszeichnung. Selbst Kaiser Franz Josef besucht das Brauhaus St. Marx und bleibt dem Unternehmen und der Familie eng verbunden, wie sein Besuch des Mautner Markhof-Pavillons anlaesslich der Weltausstellung 1873 beweist.
Die Grundsteine fuer die industrielle Erzeugung von Presshefe waren gelegt. Und mit ihr hat auch die Erfolgsgeschichte der Familie Mautner Markhof begonnen.
Doch Adolf Ignaz Mautner war nicht nur wegen seiner aussergewoehnlichen Faehigkeiten als Bierbrauer und Industrieller ein aussergewoehnlicher Mensch. Sein grosses soziales Engagement ist fuer die damalige Zeit wohl einmalig. Die Not der Menschen und insbesondere das Elend der Arbeiterschaft veranlassen Adolf Ignaz in Form von gewaltigen Spenden zu helfen, wo es nur geht.
Als beispielsweise seine juengste Tochter fast unverletzt einem Eisenbahnunglueck entkommt, entschliesst er sich aus Dankbarkeit, das erste Kinderspital der Welt zu errichten. Er gibt ihm den Namen ‘Kronprinz Rudolf Kinderspital’. Internationalen Ruf erlangte es unter dem Namen ‘Mautner Markhof’sches Kinderspital’ – benannt nach seinem Gruender. Ende 1998 wurde das traditionsreiche Haus als Spital geschlossen.
Am 14. Mai 1872 wird der Stammvater der Familie, Adolf Ignaz Mautner, in den Adelsstand erhoben und darf von da an das Praedikat ‘Ritter von Markhof’ fuer sich und seine Nachkommen beanspruchen.
Das Wappen der Familie enthalt wesentliche Elemente ihrer boehmischen Herkunft. Der linke rote Teil des Wappens enthaelt Kleeblaetter und ist dem Wappen von Smirice nachempfunden. Der blaue und rechte Teil enthaelt einen Turm, der die Religion und den Glauben darstellt, und wird dem Stadtwappen von Horsic entnommen, jener kleinen boehmischen Stadt in der Naehe von Smirice, in der die Familie ihren Urspung hat. Der Wappenspruch lautet: ‘Fleiss und Wille’.
Der linke Teil des Familienwappens wurde uebrigens in das Firmenlogo von Mautner Markhof uebernommen. Das vierblaettrige Kleeblatt repraesentiert die vier Soehne von Ignaz Adolf – die beiden dreiblaettrigen die sechs Toechter.
Obwohl die ersten Wuerstelbuden bereits 1134 in Regensburg errichtet worden sein sollen, so ist diese urtypische mitteleuropaeische Form des ‘Fast Food’ vor allem in Wien zu einem festen Bestandteil des kulinarischen Angebotes dieser Stadt geworden. Neben Frankfurt (wo die Frankfurter ‘Wiener’ heissen), hat sich Wien (hier werden die Wiener eben ‘Frankfurter’ genannt) zur zweiten grossen Wurstmetropole in Europa entwickelt.
Schon der ‘Wurstelprater’ oder der ‘Hanswurst’ zeugen von einem Nahverhaeltnis zur Wurst. Dass man in der Donaumetropole auch heute fast an jeder Strassenecke auf einen Wuerstelstand stoesst, zeugt von seiner ungebrochenen Popularitaet. Und wenn Sie heute am Wuerstelstand die bekannte Frage: ‘suess oder scharf’ gestellt bekommen, dann ist meistens Senf von Mautner Markhof gemeint.
1913: In diesem Jahr wurden in Wien-Simmering die geschaeftlichen Aktivitaeten auf die Erzeugung von Essig, Rum, Senf, Fruchtsirup und Kren ausgeweitet. Essig, Senf, Kren und Fruchtsirup stellen noch heute das Kerngeschaeft von Mautner Markhof dar.
Mautner Markhof’sche Verfahren und Lizenzen in aller Welt. Anerkennung nach dem ersten
1940’s Im ersten Weltkrieg mussten sich die ‘Vereinigten Mautner Markhof’schen Presshefe-Fabriken’ umstellen, denn mit den Kriegswirren war auch die Rohstoffbasis fuer die Herstellung der Getreidehefe verlorengegangen. Man konzentrierte sich daher auf die Produktion von Rohrzucker und Melasse. Mit diesen neuen Ausgangsstoffen gelang die Herstellung einer Hefe, die der alten Wiener Getreide-Hefe durchaus gleichwertig war. Diese Hefe fand nicht nur in Oesterreich Anerkennung, sondern auch im Ausland: Nach dem Ende des Krieges wurden in den Nachfolgestaaten Oesterreichs eine ganze Reihe von Melasse-Hefefabriken eingerichtet, natuerlich unter Fuehrung der Zentrale in Wien und unter strenger Beachtung Mautner Markhof’scher Qualitaetsrichtlinien.
Auch die ‘Vereinigten Mautner Markhof’schen Presshefe Fabriken’ hatten im zweiten Weltkrieg schwere Schaeden erlitten, vor allem durch die Tatsache, dass waehrend des Krieges kaum in die Technik investiert werden konnte. Erst 1950 wurden moderne Einrichtungen fertiggestellt, unter anderem ein neues Garhaus, das damals weltweit wohl einmalig war.
1971 uebernimmt Dkfm. Georg J. E. Mautner Markhof als Delegierter der gesamten Gruppe die Leitung des Familienunternehmens. Er fuehrt den Ausbau des Unternehmens erfolgreich voran. 1984 geht Mautner Markhof an die Boerse, die Stammaktien liegen aber bis heute unveraendert in den Haenden der Familie.
Die ersten Schritte zu einer Internationalisierung erfolgen 1992 mit dem Kauf der Buszesz AG in Ungarn und dem Joint Venture mit dem weltgreossten Hefeerzeuger, dem franzoesischen Familienunternehmen Lesaffre.
1996: Seit 1996 steht Dr. Marcus Mautner Markhof als Delegierter an der Spitze des Unternehmens. Das Unternehmen stellt die Konzentration auf das Kerngeschaeft ‘Feinkost’ mit den Schwerpunkten Senf, Essig, Kren und Sirup in den Mittelpunkt seiner Aktivitaeten, gleichzeitig wird die Expansion in Zentraleuropa massiv vorangetrieben. 1997 wird die Vermarktung aller Spirituosen an ‘Stock Austria’ (einer Tochter der deutschen Eckes-Gruppe) abgegeben.
1998: Mautner Markhof zaehlt zu den fuehrenden Unternehmen der oesterreichischen Nahrungsmittelindustrie – mit Tochtergesellschaften in Ungarn, Polen und Kroatien. Durch Beteiligungen und Akquisitionen ist die Gruppe in zehn Landern aktiv und halt bereits einen Anteil von 10% am Senf- und 27% am Essigmarkt in Zentral-Osteuropa. Neben dem Kernbereich ‘Feinkost’ und dem Joint Venture mit dem Hefeerzeuger Lesaffre stellt die Nutzung von Immobilien das dritte wirtschaftliche Standbein der Mautner Markhof-Gruppe dar.
Business Line
Engaged in the management activities of holding companies
Subsidiary

Advisor
GAIER, MAYER & COMP. GESELLSCHAFT M.B.H. WIRTSCHAFTSPRUFUNGS- UND STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
IPO date

US SIC Code
2099
Company Address
Mautner-Markhof-Gasse 39-41

City province or state postal code
1110, WIEN
Phone: +43 1 740 80 135
Fax: +43 1 7480 444
Country address: AUSTRIA
Website url: www.mautner.at